Pressemitteilung des NABU Dresden

Anpassung des Pflegeregimes in der Grünflächenpflege, um Bestandsrückgänge unserer Insekten, Vögel und Fledermäuse zu stoppen

Wer freut sich nicht über bunte Wiesen mit vielen Kräutern und Schmetterlingen? Sie stellen wohltuende Oasen für das Wohnumfeld im Stadtgebiet dar und bieten nicht nur den Anwohnerinnen und Anwohnern Raum für Erholung, sondern sind Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten und dienen besonders Insekten und Vögeln als Nahrungsgrundlage und Versteckmöglichkeit. So stört es nicht nur viele Mieterinnen und Mieter, dass „ihre“ Wiesen am Haus bereits vor der ersten Blüte schon wieder beschnitten werden. Wie viele andere Menschen bedauern sie außerdem den Artenschwund, der derzeit nicht nur in unseren Städten zu beobachten ist.

Rückgänge bei den meisten Vogel- und Insektenarten um 40% bis 60% in den letzten Jahrzehnten stehen in direkter Beziehung zur Intensivpflege der Grünflächen und damit dem geringen Nahrungsangebot. Fast alle Vögel im Siedlungsbereich benötigen zur Aufzucht ihrer Jungen zu 95% Insektennahrung. Diese fehlt jedoch im Umfeld von Einheitsrasen. Auch im Herbst und Winter benötigen Vögel ein Minimum an Nahrungsvielfalt in Form von Samen, Beeren und insektivoren Entwicklungsformen.

Nachhaltigkeits- und Biodiversitätsaspekte müssen bei der Vertragsgestaltung mit Pflegefirmen beachtet werden! Nur so kann die Wiesenpflege perspektivisch insektenfreundlich werden. […]

Die vollständige Pressemitteilung gibt’s hier!