Pressemitteilung des NABU Sachsen

Tausendjährige Moore gefährdet

NABU Sachsen fordert sofortigen Maßnahmenstopp im Kiesabbaugebiet
„Würschnitz‐West“

In tausend Jahren sind die Moore bei Großdittmannsdorf gewachsen und haben sich zum Lebensraum zahlreicher Tiere und Pflanzen entwickelt. Sie zu zerstören braucht nur einen Bruchteil der Zeit: Denn das Kieswerk Ottendorf‐Okrilla plant eines der größten deutschen Kiesabbaugebiete in der Königsbrück‐Ruhlander Heide – obwohl damit der Fortbestand national und europäisch geschützter Lebensstätten sowie die lebensraumtypischen Tier‐ und Pflanzenarten infolge möglicher Salz‐ und Nährstoffeinträge erheblich gefährdet werden. „Das wäre das Ende für die beiden Moore bei Großdittmannsdorf, denn sie sind vom Grundwasser abhängig“, konstatiert Joachim Schruth, Experte für Naturschutzrecht beim NABU Sachsen. „Diese Biotope sind weder ausgleichbar noch ersetzbar.“ Aus naturschutzfachlicher und hydrologischer Sicht ist der geplante Kiesaufschluss „Würschnitz‐West“ daher unvertretbar und nicht genehmigungsfähig, urteilt auch die ansässige NABU‐Fachgruppe Ornithologie Großdittmannsdorf. […]

Die vollständige Pressemitteilung ist hier zum nachlesen!

Wachsendes Zwischenmoor im Naturschutzgebiet „Moorwald am Pechfluss bei Medingen“ mit Moorschlenken, Pfeifengrasbülte, Torfmoosen und Rundblättrigem Sonnentau.

(Foto: Matthias Schrack)

Wachsendes Zwischenmoor im Naturschutzgebiet „Moorwald am Pechfluss bei Medingen“ mit Moorschlenken, Pfeifengrasbülte, Torfmoosen und Rundblättrigem Sonnentau.
(Foto: Matthias Schrack)