Erfolg für den Naturschutz in der Radeburg-Laußnitzer Heide

In der Kiesgrube Laußnitz I dürfen bis auf Weiteres keine bergbaufremden Materialien zur Rekultivierung eingebracht werden. Dies hat der NABU Sachsen nun mit seinem Widerspruch gegen die Zulassung des Hauptbetriebsplanes „Kippe Laußnitz Nordost“ im März dieses Jahres erwirkt. Zuvor waren jahrzehntelang Ziegel, Fliesen, Keramik und Bauschutt verkippt worden.  Laut § 34 BNatSchG hätte im Zulassungsverfahren eine FFH-Verträglichkeitsprüfung durchgeführt werden müssen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Ammoniumnitrat u.a. Nährstoffe über den Grundwasserpfad in die Lebensraumtypen Übergangs- und Schwingrasenmoore gelangen und zu einer Eutrophierung führen. Auch die ebenfalls streng geschützte Libellenart Große Moosjungfer ist in höchstem Maße stickstoffempfindlich. Nun ist das Oberbergamt der Argumentation des NABU gefolgt und hat festgestellt, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Verfüllung der Kippe Nordost zu einer Beeinträchtigung der Erhaltung des FFH-Gebietes Moorwaldgebiet Großdittmannsdorf führt. Des Weiteren hat der NABU Beschwerde bei der EU gegen den Neuaufschluss Würschnitz-West eingereicht. Dort drohen erhebliche Beeinträchtigungen auf 135 ha. Im bergbaurechtlichen Zulassungsverfahren hat der NABU ein hydrogeologisches Gutachten gefordert. Für Rückfragen: Joachim Schruth, Naturschutzrecht/‐politik NABU Sachsen, Tel.: 0341 337415‐30
E‐Mail: schruth@NABU‐Sachsen.de vollständige Pressemitteilung des NABU-Landesverbandes

Moore, so auch das FFH-Gebiet „Moorwaldgebiet Großdittmannsdorf“, leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und für den Klimaschutz, denn sie sind effektive Kohlenstoffspeicher aller Landlebensräume

Foto: Matthias Schrack/NABU Großdittmannsdorf