Fatales Signal gegenüber Naturschutz am Bockwitzer See

Breites Bündnis von Naturschutzverbänden kritisiert Entscheidung des Bornaer Stadtrats zum Flächenverkauf

Der NABU Sachsen, die GRÜNE LIGA Sachsen und der Naturschutzverband Sachsen sehen mit großer Besorgnis die Bemühungen der Stadt Borna, in der Bergbaufolgelandschaft Bockwitz einen Surfpark  anlegen zu lassen, vgl. Beschluss des Bornaer Stadtrates vom 16.09.21 zum Verkauf der 10 ha großen Fläche für ca. 1,5 Millionen € an die Firma Stoke Anträge, einen Bürgerentscheid herbeizuführen sowie ein Rederecht für die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LANU) wurden abgelehnt. „Die Entscheidung der Stadträtinnen und Stadträte stellt ein fatales Signal gegenüber der Natur, dem  Naturschutz und einer sanften Erholung im Gebiet dar“, erklärt Bernd Heinitz, Landesvorsitzender  des NABU Sachsen. Es gebe auch heute bereits genügend Seen, wo eine aktive Freizeitnutzung  möglich ist, zum Beispiel am nur wenige Kilometer entfernten Störmthaler See.“, des Weiteren dem Markkleeberger, Zwenkauer und Cospudener See. Die Artenvielfalt, u.a. > 180 Vogelarten, 12 Amphibien-, 4 Reptilien-, 31 Libellen-, 20 Heuschrecken- und fast 400 Pflanzenarten, sei laut Bernd Heinitz durch den Surfpark mit seinen > 200.00 Besuchern jährlich akut gefährdet. Für Rückfragen: Joachim Schruth, Naturschutzrecht/-politik, NABU Sachsen, 0341-337414-30 schruth@nabu-sachsen.de