NABU Sachsen und BUND Sachsen fordern Ende des Industrieparks Oberelbe (IPO)

Die Bürgervereinigung IPO stoppen bat uns, sie beim Kampf für den Erhalt der Sichtachsen zum Barockgarten Großsedlitz zu unterstützen. Schreiben Sie ein paar Zeilen mit Ihrem persönlichen Standpunkt an folgende Anschrift: barockgarten.retten@web.de oder direkt an das Rathaus von Pirna info@pirna.de und Heidenau info@heidenau.de Hier der Aufruf in voller Länge: Aufruf Bürgervereinigung IPO-STOPPEN Der NABU unterstützt dieses Anliegen. Aus aktuellem Anlass hier noch einmal die Pressemitteilung des NABU-LV von 2019: Die Städte Pirna, Heidenau und Dohna gründeten im Jahre 2018 einen Zweckverband, um hinter dem Barockgarten Großsedlitz einen Industriepark zu bauen. Im Herbst 2019 signalisierte die Stadt Dohna, aus dem IPO-Zweckverband aussteigen zu wollen. Dies wird vom NABU-Landesverband Sachsen und BUND ausdrücklich befürwortet, vgl. Pressemitteilung des NABU-Landesverbandes vom 16.10.2019. „Die für den Industriepark vorgesehenen Flächen von rund 140 ha werden überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Schon mit dem Bau der A17 und der Ortsumgehung Pirna sind hier große Flächen für die Natur verloren gegangen. Das muss ein Ende finden.“ (Felix Ekhardt, BUND Sachsen). Erschwerend kommt hinzu, dass die Industrieparkfläche in Sichtachse und im Einzugsgebiet des NATURA-2000-Gebietes Barockgarten Großsedlitz liegt. Das Gebiet ist Lebensraum u.a. für Eremit, das Großen Mausohr und die Mopsfledermaus. Es erfüllt wichtige Funktionen im Biotopverbund, auch sind Beeinträchtigungen durch Licht- und Lärmimmissionen und Schwerlastverkehr zu befürchten, da das Gebiet über keinen Bahnanschluss verfügt. Wenn solche Ansiedlungen stattfinden sollten, dann nach Meinung des NABU im Rahmen des Strukturwandels auf bereits vorhandenen Industrieflächen.

Heute Natur, morgen Beton: Von den IPO-Plänen betroffene Landschaft bei Pirna Foto: B. Borchers