NABU Sachsen und LaNU vergeben Plakette „Fledermaus komm ins Haus“

Fledermausnacht im Kloster Altzella mit würdiger Ehrung von Quartierpaten

Seit diesem Jahr arbeiten der NABU Sachsen und die Sächsische Landesstiftung für Natur und Umwelt (LaNU) gemeinsam im Fledermausschutz. Die seit 2001 in der LaNU bestehende Aktion „Fledermaus komm ins Haus“ geht nun mit dem seit 2018 bestehenden Projekt „Quartierpaten für Fledermäuse gesucht!“ des NABU Sachsen eine Kooperation ein. In beiden Aktionen geht es darum, Menschen zu würdigen, die Fledermäusen ein Zuhause geben und sie schützen wollen.

Zum Anlass des neuen Bündnisses zwischen NABU und LaNU wurde am 19. August 2022 zur Fledermausnacht ins Kloster Altzella eingeladen. In der urigen Scheune erwartete die Gäste ein Empfangsvortrag durch Dr. Gröger vom Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft. Bianka Schubert vom NABU Sachsen gab einen Einblick in die lange Geschichte des Fledermausschutzes in Sachsen und rundete ihren Vortrag mit interessanten Fakten zu den Tieren ab. Tatjana Röther dokumentierte die bereits 20-jährige Plaketten-Aktion der LaNU und leitete somit die Vergabe der neuen Plakette ein. Im Anschluss erhielten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die neue Fledermaus-Ausstellung anzuschauen. Ein Imbiss mit regionalen Köstlichkeiten wurde bei anregenden Gesprächen eingenommen und stärkte für die bevorstehende Fledermaus-Exkursion im Klosterpark Altzella, die von Roland Heuser geleitet wurde.

Ein Braunes Langohr ziert die neue Plakette „Fledermaus komm ins Haus“, mit der an diesem Abend 11 Quartierpatinnen und -paten sowie das Kloster Altzella ausgezeichnet wurden. Die Ausgezeichneten umrahmten mit kleinen Anekdoten über die Erlebnisse mit „ihren“ Fledermäusen ihre Würdigung: eine Mopsfledermaus im Keller, eine Breitflügelfledermaus am Dachgiebel oder ein neuer Kasten als tierisch gutes Immobilienangebot. Das abendliche „Fledermaus-Fernsehprogramm“ am eigenen Haus ist für alle Ausgezeichneten ein gern gesehenes Schauspiel im Sommer. „Das sind ja Menschen wie ich“, stellte ein Quartierpate aus Meißen fest und verdeutlichte damit, wie sehr er das Erzählte der anderen Personen nachfühlen konnte.

22 von 25 heimischen Arten sind bereits in Sachsen nachgewiesen. Sie repräsentieren eine vielseitige und reich strukturierte Landschaft im Freistaat und sind Indikatoren für einen intakten Naturhaushalt. Immerhin 10 Fledermausarten sind auf menschliche Bebauungen als Zufluchts- und Reproduktionsstätte angewiesen.  Doch auch im Fledermausschutz ist ein Generationswechsel im Ehrenamt in Sicht. Deshalb wollen sich NABU und LaNU gemeinsam dafür stark machen, neue Fledermauseltern und Quartierpatinnen und -paten zu finden. In Kürze sind weitere Bewerbung um eine Plakette „Fledermaus komm ins Haus“ unter www.fledermausschutz-sachsen.de möglich.

Für Rückfragen:

Bianka Schubert, Projektleitung “Quartierpaten für Fledermäuse gesucht”

Tel.: 0176 12333 146, E-Mail: bianka.schubert@NABU-Sachsen.de

Tatjana Röther, Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt, Naturschutzfonds, Tel.: 0351 81416 761, E-Mail: tatjana.roether@lanu.sachsen.de

Gemeinsame Pressemitteilung | NABU Sachsen | Sächsische Landesstiftung für Natur und Umwelt | 24. August 2022

Mückenfledermaus, Foto: NABU