Naturschutzklage der EU: Deutschland erhält Quittung für Nichtstun – auch in Sachsen sind Schutzgebiete nicht ausreichend gesichert

Pressemitteilung des NABU – Landesverbandes Sachsen: Die Europäische Kommission hat beim Europäischen Gerichtshof Klage eingereicht: Sie wirft Bund und Ländern vor, die Schutzziele ungenügend rechtlich zu sichern. Das sei laut NABU-Landesvorsitzendem Bernd Heinitz auch in Sachsen der Fall. Seit vielen Jahren mahnt der NABU an, dass eine Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie in nationales und in Landesrecht erfolgen muss. Das heisst vor allem, dass ensprechende Naturschutzgebiete ausgewiesen werden müssen bzw. sich die EU-Richtlinien in konkreten Ge- und Verboten sowie Erhaltungs- und Entwicklungszielen widerspiegeln müssen. So stammt bspw. die Rechtsverordnung für das NSG „Elster- und Pleiße-Auenwald“ im FFH-Gebiet „Leipziger Auensystem“ aus dem Jahre 1961. Des Weiteren werden durch den großflächigen Kiesabbau in der Radeburg-Laußnitzer Heide Bedrohungen für das gleichnamige EU-Vogelschutzgebiet, das FFH-Gebiet Moorwald Großdittmannsdorf, die NSG „Waldmoore bei Großdittmannsdorf“ und „Moorwald am Pechfluss bei Medingen“. Der NABU erwartet konsequentes Handeln seitens der Europäischen Kommission und bietet seine Unterstützung an. Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier: PM Nr. 09 NABU Sachsen vom 23.02.2021

Zwischenmoor NSG Moorwald am Pechfluss bei Medingen Foto: Matthias Schrack