Vielfache Verstöße gegen Arten-, Natur- und Bodenschutz

NABU Sachsen lehnt Pläne für Fereinhaussiedlung in Oberwiesenthal ab

Auf einer artenreichen Gebirgswiese im Kurort Oberwiesenthal soll durch private Investoren eine Ferienhaussiedlung entstehen – was der NABU Sachsen kategorisch ablehnt. „Die Wiesenfläche im  Vorhabengebiet wird im Rahmen des Wiesenbrütermanagements des Freistaates Sachsen  unterhalten“, erklärt Bernd Heinitz, Landesvorsitzender des NABU Sachsen. „Es handelt sich hierbei 
um ein landkreisübergreifendes Projekt zum Schutz von Wiesenbrüterarten, vor allem von Braunkehlchen, Bekassine und Wachtelkönig – finanziert mit Steuermitteln.“  Die artenschutzrechtliche Betroffenheit von Arten wie Schwazstorch und Braunkehlchen kann nicht ausgeschlossen werden. Hinzu kommt, dass die Fläche im Hochwasserentsehungsgebiet liegt und der Erhalt der natürlichen Wasserversickerung und des Wasserrückhaltevermögens nicht mit der Bebauung vereinbar ist. Ebenso verstösst das Vorhaben gegen das Baugesetz, komplett vernachlässigt wird auch der Klimaschutz. Der NABU Sachsen hat in der 38. KW eine umfangreiche Stellungnahme zum B-Plan Emil-Riedel-Straße/An den Teichen der Stadt Oberwiesenthal positioniert mit Aufforderung, den Bauantrag zurückzuziehen. Anderenfalls werden Möglichkeiten geprüft, rechtlich dagegen vorzugehen. Rückfragen: Joachim Schruth, Naturschutzrecht/-politik, NABU sachsen 0341-337415-30 schruth@nabu-sachsen.de

Gebirgswiese Oberwiesenthal (c) Kahl, NABU