Wird die Ackerhummel erneut Gewinnerin?

Beim NABU-Insektensommer in eine faszinierende Welt eintauchen

Vom 3. bis 12. Juni und vom 5. bis 14. August heißt es wieder: Augen auf, Lupe raus und Stift gezückt! Beim NABU Insektensommer 2022 sind Groß und Klein dazu aufgerufen, sich eine Stunde Zeit zu nehmen und wichtige Daten zur Artenvielfalt zusammenzutragen. Zählen kann jeder und das fast überall. Das Beobachtungsgebiet sollte nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standort aus.

Hummeln stehen in diesem Jahr ganz besonders im Fokus. Im letzten Jahr war die Ackerhummel ungekrönte Königin des Insektensommers. Sie wurde bei der Augustzählung sachsen- und bundesweit am häufigsten gemeldet. Ackerhummel, Steinhummel und Erdhummel sind die häufigsten Arten, die bei uns vorkommen. Und jede hat ihr ganz eigenes Muster auf dem Hinterteil, mit dem man sie auseinanderhalten kann. Gezählt werden können aber alle Sechsbeiner, die entdeckt werden. 2021 hatten sich in beiden Zählzeiträumen insgesamt über 13.000 Menschen beteiligt und die Ergebnisse dem NABU gemeldet. Über 430 Meldungen stammten aus Sachsen.

„Wir freuen uns, dass sich so viele Menschen Zeit für die Natur genommen haben. Interesse und das Engagement für unsere heimischen Insekten sind auch dringend nötig, wie das weiter fortschreitende Insektenschwinden zeigt“, sagt Bernd Heinitz, Landesvorsitzender des NABU Sachsen. „Wer jetzt seinen Garten oder Balkon insektenfreundlich gestaltet, kann dieser wichtigen und faszinierenden Tiergruppe auch ganz praktisch helfen.“

Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular unter www.insektensommer.de oder mit der kostenlosen Web-App NABU Insektensommer. Mithilfe des NABU-Insektentrainers (www.insektentrainer.de) lassen sich die Krabbeltiere ganz einfach erkennen und unterscheiden.

Der NABU-Insektensommer hat auch in diesem Jahr im Rahmen des Projektes „Klatschmohnwiese“ prominente Unterstützung durch die Moderatorin Ruth Moschner, den forensischen Entomologen Mark Benecke, die Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler oder die bekannte Figur Biene Maja und ihre Freunde. Weitere Informationen unter: www.diebienemaja-bienenschutz.de.

Für Rückfragen:

Franziska Walther, Pressesprecherin NABU Sachsen (s. Signatur)

Hummeln beim Trinken, Foto: NABU Neumünster

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